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Die Rollerbahn Hamburg-Dulsberg

Die Rollerbahn befindet sich im Grünzug Dulsberg. Der Grünzug ist 1,1 km lang und wurde ab 1927 Stück für Stück realisiert. Der stadtbildprägende Grünzug wurde durch Hamburgs Gartenamtsleiter Otto Linne gestaltet und bildet zusammen mit dem städtebaulichen Konzept der damaligen Neubauplanung „Dulsberg“ von Fritz Schumacher eine Einheit.

Wiedereröffnung des Spielplatzes Rollerbahn

2019/2020 wurde der Spielplatz Rollerbahn als Projekt im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) umfangreich umgestaltet – neue Spielgeräte, Wegeflächen und Bepflanzungen geben dem Spielplatz ein modernes Gesicht. Auch die historische Rollerbahn erstrahlt mit ihrer neu eingebauten Asphaltdecke im neuen Glanz. Die Bauarbeiten sind abgeschlosse. Seit dem dem 15.05.2020 ist der Spielplatz wieder geöffnet.

“Mit den neuen Spielgeräten ist ein hochmoderner Spielplatz entstanden, der zum Verweilen und Spaß haben einlädt“, sagt Bezirksamtsleiter Michael Werner-Boelz. Aufgrund der aktuellen Auflagen zur Corona-Situation gelten einige Vorgaben für die Spielplatznutzung: Kleinere Kinder unter sieben Jahren dürfen nur in Begleitung von Erwachsenen spielen, für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene gilt Abstand halten – mindestens 1,50 Meter zueinander.

Ein Blick in die Vergangenheit

Im Grünzug waren Funktionsräume nach den Vorbildern von Reformparks vereint. Von dieser Originalstruktur war nach dem Krieg fast nichts mehr erhalten. Der Grünzug wurde während des Wiederaufbaus mit einem deutlich landschaftlich geprägten Charakter neu erschaffen, behielt aber Funktionsräume wie Bolzplatz, Spielplätze und ein Planschbecken. Die Grünzuggestaltung dieser Planungszeit ist im Wesentlichen bis heute so geblieben.

Im Zuge der Neugestaltung kam in den 1950er Jahren erstmalig eine in Hamburg einmalige Rollerbahn für Tretroller hinzu. Sie wurde vom Leiter der Gartenbauabteilung des Bezirksamts Hamburg-Nord, Werner Töpfer, entworfen und hat die Form einer liegenden 8 mit 2 je 1 m breiten Fahrbahnen. Im Schnittpunkt der Kreise liegt ein Brückenbauwerk, um den Spurverlauf kreuzungsfrei nutzen zu können. Der Fahrbahnbelag bestand aus 50 x 50 x 6 cm großen Betonplatten. Rollerbahnen waren ein zeittypisches Element größerer Spielplätze der Nachkriegszeit, durch das ein verkehrspädagogischer Ansatz verfolgt wurde.

Ab dem Sommer 2015 wurde das sanierungsbedürftige Brückenbauwerk der Rollerbahn denkmalrecht Instand gesetzt, um dieses auch für nachfolgende Generationen zu erhalten. Finanziert wurde die Instandsetzungsmaßnahme durch Fördermittel des Städtebaulichen Denkmalschutzes sowie durch Fördergelder privater Sponsoren.

Auch der Spielplatz Rollerbahn soll umgestaltet werden und wird so für Klein und Groß wieder attraktiver. Der Anfang dieses Prozesses ist bereits gemacht! Am 5. September 2018 hat der Fachbereich Stadtgrün alle interessierten Dulsbergerinnen und Dulsberger zum Mitreden auf dem Spielplatz eingeladen. Die unterschiedlichen Wünsche und Bedarfe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden aufgenommen und in der Planung berücksichtigt. 

Die Ergebnisse des Planungsprozesses wurden auch im Stadtteilrat Dulsberg vorgestellt. Die ersten Entwürfe für die verschiedenen Teilbereiche finden Sie hier.

Fotos von der Baumaßnahme Rollerbahn 2015:

Vorher-Nachher Vergleiche

Besonderer Dank geht an die Sponsoren des Projektes

  • Stiftung Denkmalpflege Hamburg
  • Baugenossenschaft FLUWOG-NORDMARK eG
  • Bollhorn + Bollhorn Wohnungsunternehmen GbR
  • Hanseatische Baugenossenschaft Hamburg

Der Spielplatz ist wieder eröffnet!

Auf dem Instagram-Account des Bezirksamts Hamburg-Nord gibt es aktuelle Informationen und Impressionen.

Viel Spaß beim Entdecken!

Welche Ideen für den Spielplatz Rollerbahn gibt es?

News: Impressionen der Beteiligungsveranstaltung zur Umgestaltung des Spielplatzes Rollerbahn am 5. September 2018

Am 3. Juni wurde die Wiedereinweihung gefeiert!

Das Wetter spielte mit und die vielen Kinder und Sponsoren freuten sich über die nun wieder geöffnete Tretrollerbahn.

Hier ein paar Impressionen und eine Pressemeldung zur Einweihungsfeier.

Vor Ort mit dem Denkmalschutzamt

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