Das Konzept städtebaulicher Denkmalschutz
Anlass für das Entwicklungskonzept und Ausgangssituation

Der Stadtteil Dulsberg ist im Jahr 2009 in das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) im Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz aufgenommen worden, ein Programm, mit dem baugeschichtlich und denkmalpflegerisch bedeutsame Stadtgebiete gefördert werden.

Handlungsschwerpunkt in Dulsberg als Fördergebiet ist die denkmalgerechte energetische Sanierung von Wohngebäuden, die Verbesserung ihrer energetischen Bilanz unter Bewahrung der kulturellen und baukünstlerischen Identität der Gebäude und des Stadtteils in seiner Gesamtheit. Dies schließt die öffentlichen und privaten Freiflächen ein, die Teil der städtebaulichen Gesamtanlage sind. Für die Einhaltung der Klimaschutzziele in Deutschland ist bis zum Jahre 2020 eine Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen um 40% gegenüber dem Basisjahr 1990 erforderlich. 

Durch die aktuelle Entwicklung, zur Erfüllung der Klimaschutzziele der Stadt Hamburg den Gebäudebestand mit heranzuziehen, entstehen in Dulsberg, wie in anderen Stadtteilen auch, in vielen Fällen Konflikte zwischen der Bewahrung des besonderen Stadtbildes und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Zur Erreichung der im Klimaschutzprogramm formulierten Forderung nach einer Senkung der Energieverbräuche werden auf die Fassaden von Bestandsgebäuden dicke Wärmedämmpakete mit Thermoputz oder Kunststoffriemchen aufgebracht. Dies ist eine kostengünstige und technisch relativ einfach durchzuführende Maßnahme, durch die allerdings das ursprüngliche Erscheinungsbild der Gebäude erheblich verändert oder zerstört werden kann.

Häufig ist ein erheblicher planerischer und finanzieller Mehraufwand erforderlich, um bei einer energetischen Modernisierung sowohl den Anforderungen des Klimaschutzes als auch den Anforderungen des städtebaulichen Denkmalschutzes gerecht werden zu können. Das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz soll in Dulsberg dazu beitragen, einen Teil dieses erhöhten Aufwandes zu decken.

 

Prioritäten Freiflächenentwicklung

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Handlungsbedarfe und Empfehlungen

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